LISA SIMONE
Location Saarburg, Kaserne OPEN AIR,
Irscher Straße 56
Datum Freitag, 13.08.2021
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:30 Uhr
Preis Tickets ab 38,80€
Sitzplatz freie Platzwahl(Corona Bestuhlung mit Abstand)
inkl. VVK-Gebühren
Website
Änderungen und Fehler vorbehalten!

 

Aufgrund einer Corona-Erkrankung fällt das Konzert von AMPARANOIA am Freitag den 13.08.2021 aus.

Stattdessen wird am Freitag, 13.08.2021 LISA SIMONE auftreten.

Bereits verkaufte Tickets für AMPARANOIA behalten ihre Gültigkeit für das Konzert von LISA SIMONE.

LISA SIMONE

Jazz, Soul, Blues und Gospel

volksfreund

Gefördert von:

LISA SIMONE
Location Saarburg, Kaserne OPEN AIR,
Irscher Straße 56
Datum Freitag, 13.08.2021
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:30 Uhr
Preis Tickets ab  38,80€
Sitzplatz freie Platzwahl(Corona Bestuhlung mit Abstand)
inkl. VVK-Gebühren
Website
Änderungen und Fehler vorbehalten!

Beim Nachnamen Simone horchen nicht nur eingefleischte Jazz-Kenner auf. Immerhin trug ihn mit
Nina Simone eine der seit den 1960er-Jahren bekanntesten und wichtigsten Jazz- und Bluessängerin
aller Zeiten. Ihre Tochter Lisa Simone füllt deren Fußstapfen nicht erst seit dem Tod der Mutter 2003

aus. Und es ist nicht ihr berühmter Nachname allein, der sie zu einer der spannendsten Jazz-
Vertreterinnen der Jetztzeit macht. Mit Präsenz und einer großartigen Stimme gesegnet, bezaubert

die Künstlerin ihre Fans seit Jahren und veröffentlichte bislang zwei viel beachtete Alben.
Mit ihrer neuen Single Right Now verarbeitet Lisa Simone ihre Kindheit, die nicht nur sonnige Seiten
zu bieten hatte. Leid und Trauer waren seinerzeit ihr steter Begleiter, denn Verzicht auf Nähe ist das
Los vieler Kinder berühmter Eltern. Ihre Emotionen drückt die heute 56-Jährige in melancholischen
Klängen und tiefgründigen Lyrics aus, um einen versöhnlichen Abschluss für die frühkindliche
Versehrtheit zu finden.
Lisa Simone hat den Kampf gegen die inneren Dämonen gewonnen und hat nun ihr drittes Album
veröffenlicht, dass voller Lebensfreude und entwaffnender Offenheit steckt und für das Right Now
der perfekte Gradmesser ist.
Süddeutsche Zeitung, Magazin
Lisa Simon. GEBOREN 12. September 1962 in Mount Vernon, New York (als Lisa Celeste Stroud) BERUF Sängerin
AUSBILDUNG US-Air-Force-Mechanikerin STATUS Total stimmig
Man muss hier über die Mutter schreiben, um die Tochter zu erklären: Lisa Simones Mutter war die Jazz- und Bluessängerin Nina Simone,

deren Stimme Steine erweichen konnte. Aber sie war auch jähzornig, hatte Drogenprobleme, Psychosen, litt unter steter Diskrimi-
nierung, obwohl sie ein Superstar war, und wenn sie – wie so oft – länger auf Tour war, wurde ihre einzige Tochter entweder zu Hause in

New York von ständig wechselnden Nannys versorgt oder lebte bei ihrer Tante Betty Shabazz, der Witwe von Malcolm X. Als Lisa Simone
mit der Schule fertig war, wollte sie studieren, aber ein Onkel vergaß, sie einzuschreiben. Sie hatte es so eilig wegzukommen, dass sie
sich bei der US Air Force verpflichtete. Elf Jahre lang war sie in Frankfurt stationiert, zwischendurch ein Einsatz im Irak. In Deutschland
fing sie an, in Nachtclubs zu singen, was ihrer Mutter noch weniger passte als die Armee. Erst nachdem Nina Simone 2003 gestorben
war, traute ihre Tochter sich, ernsthaft mit dem Singen anzufangen. In diesen Tagen erscheint Lisa Simones drittes Album In Need Of
Love. Wenn sie nach ihrer Kindheit gefragt wird, sagt sie, ihre Mutter habe ihr Bestes gegeben, so wie alle Eltern ihr Bestes gäben. Und sie
sagt, dass sie Musik macht, die die Seele heilt.

Rheinpfalz Zeltival 2016
Sprühend vor Würde, Grazie und Seele
Erst mit 52 Jahren veröffentlichte die Sängerin Lisa Simone vor zwei Jahren ihr erstes
Album. Wer hätte gedacht, dass ihr Konzert im vollen Tollhaus Karlsruhe zum
bisherigen Knaller des Zeltivals werden würde?
Tochter oder Sohn von jemand Berühmtem zu sein, ist bestimmt nicht immer ein
Zuckerschlecken. Als Tochter der legendären Nina Simone wuchs Lisa Simone
überall auf der Welt auf und litt unter den verschiedenen Ausprägungen des Lebens
an der Seite eines Weltstars und einer politischen Aktivistin. Wohl deshalb schlug sie
als ausgebildete Ingenieurin, die elf Jahre in der US Air Force diente, erst einmal
einen ganz anderen Weg ein, ehe sie zunächst als Musicaldarstellerin auf die Bühne
fand, wo sie trotz des übermächtigen Erbes schnell und konsequent ihren eigenen
Stil entwickelt. Lisa Simones Hauptberuf ist es nämlich nicht, Tochter von Nina
Simone zu sein. Nein, sie ist selbst eine der besten Sängerinnen der Welt, und wer
das Konzert mit ihrem Quartett erlebt hat, weiß das und fragt sich, warum man über
50 Jahre nichts von dieser Frau gehört hat. Selten hat man so ein rundes Konzert
voller begeisternder, meist selbst geschriebener Songs gehört. Dazu trug natürlich
Simones Stimme bei, der nichts an Reife und Ausdruckskraft fehlt, und ihre Band:
Hervé Samb, Gitarre, Reggie Washington, E-Bass, und Sonny Troupé am
Schlagzeug. Alle drei waren hervorragende Begleiter und Solisten und sponnen ein
dichtes Netz an mitreißenden Noten. Washington hat schon viele Größen des Jazz
begleitet. Und was die drei Herren besonders sympathisch machte, war, dass sie bei
vielen Songs auch einen wunderbaren Background-Chor abgaben. Lisa Simones
Auftritt sprühte vor Würde, Grazie und Seele und selten war man von einem Konzert
so berührt, überzeugt und mitgerissen. Die Songs zwischen Jazz, Soul, Blues und
Gospel hatten manchmal etwas von Joni Mitchell, was ja auch nicht der schlechteste
Einfluss ist. Hier wurde ein Talent viel zu lange der Öffentlichkeit vorenthalten und
hat jemand seinen Frieden mit der Mutter gemacht. Dieser Frieden war ansteckend,
weil er allumfassend war, und nicht aufgesetzt. Das sah man auch an der
Zugewandtheit dem Publikum gegenüber. Bravo! |pb