Mulo Francel
Location Wawern, Synagoge
Datum Mittwoch, 12.09.2018
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Preis Tickets: ab 28,89 €
inkl. VVK-Gebühren
Bestuhlt
Website  http://www.mulofrancel.de/
Änderungen und Fehler vorbehalten!

Mulo Francel

volksfreund

Der Saxophonist als Buchautor – vom Autodidakt zum Weltmusiker und ECHO-Preisträger

Mulo Francel (*21.9.1967) wuchs in der beschaulichen Gegend rund um den Chiemsee auf.
Seine Mutter war Lehrerin an der Dorfschule und völlig unmusikalisch.
In  früher Jugend stahl sich Mulo Platte für Platte aus der Jazz-Sammlung seines Vaters ins Kinderzimmer und zupfte auf einer alten Gitarre zu dieser in der vertraut ländlichen Gegend fremd klingenden Musik. Sie fungierte wie ein Medium zum Vater, der aus Böhmen, dem heutigen Tschechien stammte und früh verstorben war.

Nach mehreren Monaten des Sparens erwarb der 16-jährige Mulo Francel für 400 DM ein altes Saxophon. Eine lebenslängliche Liebe begann. Ohne Noten und Lehrer wurde wie verrückt geübt, und bald folgte ein Engagement in einer Rockband. Zum ersten Auftritt wollte Mulo wie ein routinierter Star auf die Bühne springen. Cooles Auftreten in Cowboystiefeln und Muskel-Shirt hatte er zuvor tagelang vor dem Spiegel geübt. Doch der Sprung ging voll daneben, das Instrument kam völlig zerbeult auf der Bühne an. Die wenigen verbleibenden spielbaren Huptöne blies Mulo jedoch mit derartiger Inbrunst, dass weitere Engagements folgten.
An diesem Abend lernte er den späteren Quadro Nuevo-Bassisten D.D. Lowkakennen, mit dem ihn bis heute eine fast 30-jährige gemeinsame Laufbahn verbindet.

Mulo Francel reiste bereits damals mit seinem Instrument durch die Welt. Afrika, USA, Südamerika. Nach einer durchtanzten Salsa-Nacht in Ecuador rief er seine Mutter an: „Bitte exmatrikuliere mich sofort!“ Er schmiss sein Linguistik-Studium mit Schwerpunkt Flussnamensforschung und entschied sich endgültig für den Musikerberuf. Gemeinsam mit den Begleitmusikern von Sting spielte er sich durch die New Yorker Jazz Clubs, tourte mit dem brasilianischen Trompeter Claudio Roditiund landete mit der Bossa Nova-Sängerin Lisa Wahlandt auf Platz 1 der Singapur-Charts.

Mulo Francels extravagantes Saxophonspiel schmückt zahlreiche CDs. Die Fachpresse (Magazin Kulturnews) beschreibt ihn als den „derzeit sinnlichsten Saxophon-Ton Europas“.

So richtig los ging’s mit der 1996 gegründeten Gruppe Quadro Nuevo.
Hier konnten sich vier fanatische Musiker in den zusammengetragenen Stil-Vorlieben verwirklichen: Tango, Arabesken, Flamenco, Lieder eines fast schon verklungenen Italiens. Alle vier zogen an einem Strang und wollten mit und von der Musik leben. Oftmals zog man für mehrere Wochen als Straßenmusiker durch den mediterranen Süden, später unablässig von Bühne zu Bühne. Quadro Nuevo gab bisher über 3000 Konzerte weltweit.

Große internationale Anerkennung kam mit den Veröffentlichungen ihrer CDs, die mehrfach mit dem Deutschen Jazz Award und dem Europäischen Impalaausgezeichnet wurden.

Darüber hinaus produziert Quadro Nuevo unter Mulo Francels Federführung Hörbücher mit Schauspielern wie Ulrich Tukur, Ulrike Kriener, Heino Ferch und Udo Wachtveitl.

2010 und 2011 erhielt Quadro Nuevo den ECHO Jazz für den besten Live-Act des Jahres.

Die CD „Quadro Nuevo – Grand Voyage“ wurde an 18 spannenden Orten quer über den Erdball aufgenommen.

Im April 2011 veröffentlichte Quadro Nuevo das Buch „Grand Voyage – Ein Roadbook“:
Vier spielsüchtige Virtuosen berichten über ihre Reisen. Sie tragen ihre Musik von Mexiko bis Malaysia, vom beschaulichen Oberbayern ins mediterrane Italien, über den wilden Balkan, rund ums Schwarze Meer und auf die Bühnen pulsierender Metropolen wie Istanbul und NewYorks Carnegie Hall. Abenteuerliche Fahrten voller bizarrer Erlebnisse und herzlicher Begegnungen. Die vagabundieren Musiker nehmen den Leser mit und gewähren ihm tiefe Einblicke in ihr Leben:
Wie fing alles an? Wie verarbeiten sie den tragischen Verlust ihres langjährigen Gitarristen?* Wer ist die Frau mit Harfe? Warum kamen sie nie in Batumi an? Warum lieben sie Tango und Lieder in Moll?

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